Rüninger Sportschützen absolvieren Trainingstag in Meine

Am Sonntag, den 15. September war für acht Sportschützen des SC 69 Rüningen frühes Wecken angesagt. Die Trainer Markus und Julia Schwieger hatten für 9 Uhr in das Schützenzentrum Meine zu einem Trainingstag eingeladen.

Bis auf Markus und Julia machten alle Schützen noch einen etwas verschlafenen Eindruck und der ungewohnte frühe Trainingsbeginn war dem ein oder anderem im Gesicht abzulesen.

Zuerst ging es darum, sich unterschiedliche mentale Möglichkeiten wieder in Erinnerung zu rufen. Julia hat uns dafür einiges an Material zusammengestellt und erklärt. Damit sich jeder von uns aus diesem reichhaltigen Buffet das raussuchen und probieren konnte, was er benötigt, um sich während des Schießens auf wesentliche Punkte zu konzentrieren.

Nach dem Theorieteil haben wir mit einer Aufwärm- und Konzentrationsübung begonnen. Dazu sind wir an die frische Luft gegangen und haben mit verschiedenen Übungen paarweise Bälle hin- und hergeworfen.

Nun stand die erste Trainingseinheit von 50 Schuss an. Jede 5er Serie hatte unterschiedliche Herausforderungen, die im Anschluss mittels eines Zahlenschlüssels umgerechnet wurde. So würden die Trainer sehen, wie der Schütze unter Druck mit der Anforderung umgeht.

Obwohl sich alle Schützen einig waren, das der Stand in Meine eine besondere Herausforderung ist, da er sehr dunkel ist, dadurch das Zielbild verschwommen wirkt und der Messrahmen etwas höher ist als bei uns in Rüningen, wurden im ersten Durchgang Ergebnisse geschossen, die dem auf unserem Heimatstand gleichzusetzen sind.

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Nach der Mittagspause und unserem selbstgestalteten Büfett mit Käse, Wurst, Obst, Gemüse und Salat ging es um 14 Uhr in den Liga Testwettkampf. Rüningen I trat gegen Rüningen II an.  Markus stellte die Paarungen nach dem aktuellen Leistungsstand zusammen. Während die Stände eins bis drei einen ruhigen und sicheren Eindruck hinterließen, kam es auf den folgenden Ständen zu den unterschiedlichsten Problemen. Konzentrationsschwäche, Schwierigkeiten mit dem Anschlag, ungenaue Visierung, Hochdrücken des Stützarmes und Zweifel über sich selbst machten den Wettkampf zu der Herausforderung wie sie auch im wahren Wettkampfgeschehen immer wieder auftaucht. Es trat das ein, was im Wettkampf auch passiert, der Schütze probiert hier und da aus. Bleibt der Erfolg aus, kommt er von der Spur ab und die Schüsse werden technisch unsauber abgegeben, was das Problem noch verschärft. Mit dieser Erkenntnis ist er nun aufgerufen, zu überlegen, was bringt ihn aus der Ruhe wenn es nicht richtig gut läuft und wie kann man selbst wieder in den Rhythmus finden. Hierfür haben einige die mentalen Strategien versucht in die Tat umzusetzen!

Wir haben noch einen Weg vor uns, um an den kleinen Stellschrauben zu drehen, bis alle wissen, was sie in welcher Situation auf dem Stand machen können, um bis zum letzten Schuss die Konzentration oben zu behalten.

Trainer Markus Schwieger hat gleich auf die Unsicherheiten reagiert und einen Testwettkampf mit dem Schützenverein Triangel vereinbart. Da wird sich zeigen, ob jeder nach weiteren Trainingseinheiten das gelernte Fachwissen und die Erkenntnisse richtig einordnen und umsetzen kann.

Wir möchten uns bei Gunther Meyer vom Schützenverein Meine recht herzlich bedanken. Mit seiner Anwesenheit hat er uns diesen tollen Trainingstag ermöglicht.

Inka Schlaak

(1.Schießsportleiterin)